Posts mit dem Label häusliche Gewalt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label häusliche Gewalt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Culture of Violence Index 2025

Der Culture of Violence Index 2025, der auf der Culture of Violence Scale (2023) von Franz Jedlicka beruht (die er nun leicht angepasst hat), ist nun online verfügbar. 

Er zeigt, in welchen Ländern der Welt verschiedene Formen von Gewalt noch gesetzlich erlaubt sind. und misst daher jene Aspekte einer Gesellschaft, die Johan Galtung "kulturelle Gewalt" genannt hat.

Franz Jedlickas Theorie ist es (Legislation-Peace Nexus), dass im 21. Jahrhundert Kriege nur mehr von jenen Ländern (bzw. politischen Akteuren aus diesen Ländern) gestartet werden, in denen es bereits davor eine hohe Akzeptanz von Gewalt gab, weil etwa die Gewalt gegen Frauen und Kinder nicht verboten sind. Die politisch Verantwortlichen für diese Kriege sind - soweit man ihre Biographien kennt - auch selbst in einem familiären Klima der Gewalt oder Vernachlässigung aufgewachsen und haben so Empathie-Anteile verloren (siehe dazu: Robin Grille - Parenting for a Peaceful World, und das ECDPEACE Projekt zur frühkindlichen Entwicklung und Friedlichkeit).

Die vollständige Skala ist als PDF auf Researchgate, und auf Franz Jedlicka's Blog verfügbar und wird als Video auf unserem englischen Youtube Kanal erklärt.


Culture of Violence Index 2025 by Franz Jedlicka




Der Wettstreit religiöser Länder mit der säkularen Welt

Friedlichkeit, Zufriedenheit, Ehrlichkeit und sozialer Fortschritt auf dem Prüfstand

von Franz Jedlicka

   Im einundzwanzigsten Jahrhundert gibt es weltweite Daten zu fast allen Aspekten des menschlichen Lebens. Wir können zum Beispiel – meist durch eine kurze Recherche im Internet – recht einfach herausfinden, wie hoch das Durchschnittseinkommen in diesem oder jenen Land der Welt ist, wie hoch die Bevölkerungsdichte oder der Grad der Alphabetisierung.

   Durch diese vielen internationalen Statistiken kann man heutzutage auch eher religiöse Länder mit säkularen Ländern vergleichen. Menschen aus religiösen Ländern äußern sich ja oft kritisch über jene Menschen, die sich selbst als nicht gläubig bezeichnen. Es gibt in manchen religiösen Gruppierungen sogar einen Hass auf die „Ungläubigen“.

   Aber ist diese kritische Sichtweise auf säkulare Länder und Nicht-Gläubige begründet? Oder, anders gefragt: Erfüllen Religionen, speziell wenn sie durch religiöse Politiker und Politikerinnen propagiert werden, die typischen Versprechen, die Religionen geben: dass das Land friedlicher wird, dass das Leben besser wird durch Religiosität, dass religiöse Menschen ehrlicher sind und letztlich auch: dass religiöse Menschen glücklicher sind?

   Es ist ja nicht zu übersehen, dass es auch große Migrationsbewegungen aus eher religiösen Ländern in säkulare Länder gibt, was wohl dadurch zu erklären ist, dass diesen Migrantinnen und Migranten ein Leben dort besser vorkommt.

   Ich möchte sowohl religiöse als auch konfessionslose Menschen einladen, sich ein paar weltweite Daten anzusehen, die Antworten auf vier Fragen geben können:

  • Erstens: sind religiöse Länder wirklich friedlicher? Ist das Alltagsleben wirklich gewaltfreier? (Diese Frage stellte übrigens schon Viktoria Rationi in ihren Publikationen)
  • Zweitens: sind Menschen in religiösen Ländern ehrlicher?
  • Drittens: Gibt es eine positive Entwicklung der Lebensumstände in religiösen Ländern? (Wird das Leben besser?)
  • Viertens: Sind Menschen in religiösen Ländern glücklicher?

   Ich rege diese Diskussion nicht deshalb an, weil ich religiöse Menschen kritisieren will, sondern weil ich als Friedensforscher mit Besorgnis und auch Trauer regelmäßig Daten über verschiedene Formen der Gewalt in den Ländern der Welt sehe, die in religiösen Ländern oft höher sind als in säkularen Ländern.

   Friedlichkeit. Der wichtigste internationale Index zur Friedlichkeit der Länder der Welt ist der Global Peace Index, der jedes Jahr vom Institute for Economics and Peace im Internet veröffentlicht wird. Wenn es um die Erforschung der Ursachen von Kriegen geht, werden natürlich historische und politische Entwicklungen in den betreffenden Regionen genannt, quasi als Begründung: hier „musste“ ja eine Partei zu den Waffen greifen. Ich denke jedoch, dass für Menschen, die einer Religion angehören die sich als friedlich bezeichnet, der Grundsatz der Gewaltfreiheit auch bei nationalen und internationalen Konflikten gelten muss: Diese Menschen werden alles versuchen, einen Konflikt durch Verhandlungen, gewaltfreien Widerstand, Embargos … zu lösen, jedoch nicht mit Bomben, Panzern und Gewehren.

   Gewaltfreiheit (Die Ablehnung von Gewalt innerhalb eines Landes:). Wer meine bisherigen Artikel gelesen hat weiß, dass ich die Ursachen für Kriege in einer „Kultur der Gewalt“ sehe, die in manchen Ländern der Welt vorherrscht und sich darin zeigt, dass de facto viele Formen der Gewalt gesetzlich nicht verboten sind. Auch diese Informationen kann man sich selbst im Internet ansehen, und viele religiöse Menschen werden möglicherweise erstaunt sein, dass das Verbot aller Formen von Gewalt vor allem in säkularen Ländern existiert:

   Als Friedensforscher vertrete ich die Ansicht, dass die Welt nur dann nachhaltig friedlich werden kann, wenn alle Formen der Gewalt weltweit verboten werden, insbesondere die Gewalt in der Kindererziehung, denn eine gewaltfreie Kindheit ist das psychologische Fundament friedlicher Gesellschaften. Ich nenne diese Strategie übrigens "Peace Mainstreaming".

   Ehrlichkeit. Sind Menschen in religiösen Ländern ehrlicher? Eine Antwort auf diese Frage liefert der Korruptionsindex (Corruption Perceptions Index).

   Sozialer Fortschritt. Ein sehr umfassender Index dazu ist der Social Progress Index. Er umfasst Daten zur Qualität des Gesundheitssystems, der Bildung, Trinkwasser und so weiter. Es geht hier also nicht um den ökonomischen Fortschritt, sondern um eine Verbesserung der Lebensqualität.

   Glück / Zufriedenheit. Sind Menschen in religiösen Ländern glücklicher? Jedes Jahr wird – aufgrund von weltweiten Umfragen – der World Happiness Report veröffentlicht. Er liefert einen Eindruck zur Lebenszufriedenheit in den Ländern der Welt.

   Die genannten Statistiken könnten also eine Antwort – oder zumindest Tendenzen – zu vier wichtigen Lebensbereichen liefern, anhand derer man religiöse Länder mit säkularen Ländern vergleichen kann. Jeder, der sich diese Statistiken angesehen hat (die sich in den kommenden Jahren sicher noch verändern werden – vielleicht kommen auch neue Statistiken dazu), kann eine Antwort auf die eingangs gestellte Frage finden:

   Wer hat die Nase vorne beim Wettlauf der säkularen Welt mit den religiösen Ländern um die Themen Friedlichkeit und Gewaltfreiheit, Ehrlichkeit, sozialen Fortschritt und Glück?

   Abschließend möchte ich noch einmal betonen, dass dieser Artikel aus meiner Perspektive als Friedensforscher und als Aktivist für eine gewaltfreie Kindheit (SDG 16.2.) und den Schutz von Frauen vor häuslicher Gewalt (SDG 5.2 – ich bin ein Unterstützer der White Ribbon Kampagne) entstanden ist. Es ist für mich sehr traurig und erschreckend zu sehen, dass die Gewalt gegen Kinder und Frauen in religiösen Ländern oft höher ist als in säkularen Ländern, aber natürlich sind auch alle anderen Formen von Gewalt, die ich in meiner „Culture of Violence Scale“ genannt habe, schrecklich.

   Dieser Artikel soll vor allem Diskussionen anregen: Zwischen religiösen Menschen (auch unterschiedlicher Religionen), zwischen religiösen und nichtreligiösen Menschen, und zwischen religiösen Menschen und ihren religiösen Führungspersönlichkeiten. Für all jene religiösen Menschen, die sich die Frage stellen, ob es eine positive nichtreligiöse Denkschule gibt möchte ich auf den Humanismus hinweisen, der sich für Rationalität und Vernunft einsetzt. Denn unabhängig von religiösen Geboten ist es einfach vernünftig, gewaltfrei zu leben, weil es menschliches Leid vermeidet. Und es zeugt von einem Mangel an Empathie Gewalt zuzulassen, wenn man sieht, dass Menschen darunter leiden.

   Und wer es noch nicht wusste: es gibt an manchen Universitäten schon eine Säkularitätsforschung: man findet sie im Internet unter dem Suchbegriff „Secular Studies“. In den Büchern von Phil Zuckerman, Ryan T. Cragun, Isabella Kasselstrand (u.a.) kann man nachlesen, wie es sich in säkularen Gesellschaften lebt. Derartige Fakultäten sollte es auch im deutschen Sprachraum geben.

Dieser Artikel von Franz Jedlicka wurde veröffentlicht unter folgender Creative Commons Lizenz: CC BY-ND 4.0, was bedeutet, dass er ohne Rücksprache mit dem Autor auch in anderen Publikationen und auf anderen Webseiten veröffentlicht werden darf, wenn er nicht verändert wird und die Quelle angegeben wird.

Culture of Violence Scale

Die Culture of Violence Scale ist ein Tool zur Einschätzung der Akzeptanz von Gewalt in einer Gesellschaft / in einem Land, und wird Basis für den Culture of Violence Index sein.

Sie kann ein zusätzliches Tool zur Einschätzung der Gefahr militärischer Konflikte sein, soll aber vor allem prospektiv aufzeigen, wo Friedenspolitik und Außenpolitik ansetzen muss, wenn sie auch ein  psychologisches Fundament für nachhaltigen Frieden schaffen will.

Die zehn Kategorien, die die Akzeptanz von Todesstrafe, Körperstrafe, Gewalt gegen Kinder, Gewalt gegen Frauen, Folter (+ OPCAT), und Bestrafung von LGBTIQ+ Personen umfasst, sollten jedoch auch wünschenswerterweise in der Entwicklungspolitik mitgedacht werden, wenn sie im Sinne des Triple Nexus / HDP Nexus auch die Friedlichkeit eines Landes fördern will.

Culture of Violence Scale


Das vollständige Konzept ist als PDF auf LinkedIn und Researchgate als Download verfügbar.

Was ist Peace Mainstreaming?

 Peace Mainstreaming ist ein Begriff von Franz Jedlicka, Soziologe und Friedensforscher in Österreich.

  • Es ist eine Peacebuilding-Strategie die eine nachhaltige Friedlichkeit in einer Gesellschaft / Region erreichen will, keine Konfliktlösungs-Methode. 
  • Es umfasst Bemühungen, direkte und strukturelle Gewalt in möglichst allen gesellschaftlichen Bereichen zu reduzieren um friedliche Gesellschaften zu formen, wobei bereits bei einer gewaltfreien Erziehung von Kindern und der Verhinderung von häuslicher Gewalt begonnen werden muss.
  • Es ruft dazu auf, in verschiedensten Politikbereichen eines Landes von den friedlichsten Gesellschaften zu lernen, wie sie im Global Peace Index gelistet sind.
Die Hauptthemen im Peace Mainstreaming sind
  • gewaltfreie Erziehung / Sicherheit der Frauen / friedliche Männlichkeiten / Gleichberechtigung / Demokratie und Partizipation / die Rechte von Minderheiten / die Reduzierung von Ungleichheit / Armutsbekämpfung / ein inklusives Gesundheitssystem / eine inklusive Sozialpolitik / ein inklusives Bildungssystem / Säkularisierung / Verringerung von Korruption / Meinungs- und Pressefreiheit / stabile Regierungen / Umweltschutz

Was ist eine Kultur des Friedens?

Im Gegensatz zu einer Kultur der Gewalt ist eine Kultur des Friedens das Prinzip der Gewaltfreiheit in möglichst vielen gesellschaftlichen Bereichen und die Bekämpfung von Unterdrückung oder Diskriminierung verschiedener Bevölkerungsgruppen.

Das betrifft vor allem

* Kinderschutz vor Gewalt in der Erziehung

* Gleichberechtigung von Frauen und Schutz vor häuslicher Gewalt

* Durchsetzung der Menschenrechte

* Reduktion der Gewalt in den Medien

Warum der SDG 5 wichtig für die Friedensforschung ist

Es kann als wissenschaftlich bewiesen angesehen werden, dass ein stärkere Gleichberechtigung und Beteiligung von Frauen einer der zwei*) wesentlichsten Friedensfaktoren darstellt.

Er ist auch in der UNSC Resolution 1325 festgehalten,

und in mehreren Publikationen untersucht worden: am Wichtigsten vermutlich im Buch "Sex and World Peace".

*) der Zweite ist eine gewaltfreie Kindheit als Basis einer empathischen Gesellschaft.

Terrorismusursachen in der Kindheit

Eine Bestätigung für die Zusammenhänge zwischen Gewalt an Kindern (der Kinderschutz vor Körperstrafe ist ja der wichtigste Punkt im Peace Mainstreaming Konzept) und Gewalt als Erwachsener liefert die Psychoanalytikerin Dr. Nancy Hartevelt Kobrin in ihren Büchern über die Kindheit von Djihadisten / das Phänomen islamistische Selbstmordattentäter (Buch "The Banality of Suicide Bombing) und der Erziehungskultur in Tschetschenien (Buch "The maternal Drama of the Chechen Child").

In einem Interview aus dem Jahr 2018 sagt sie dazu etwa:

Wut gegen die Mutter: Psychoanalyse der Verbindung zwischen Erziehung und Terrorismus

Als der 20-jährige Khamzat Azimov diesen Monat in Paris einen tödlichen Amoklauf unternahm, ein Angriff der extremistischen Gruppe des Islamischen Staates (IS) vom 12. Mai, erregten Details über seine Erziehung die Aufmerksamkeit der Psychoanalytikerin und Terrorismusbekämpfungsexpertin Nancy Hartevelt Kobrin.

Angesichts von Azimovs Kindheit in dem vom Krieg heimgesuchten Tschetschenien und der Tatsache, dass er weiterhin mit seiner Mutter in einer Pariser Einzimmerwohnung lebte, bis er mitten in seinem Angriff von der Polizei erschossen wurde, sah Kobrin ein Muster, das sich in anderen islamistischen Terroristen widerspiegelte sie hat studiert und darüber geschrieben.

Dazu gehören der tschetschenische islamistische Separatistenführer Shamil Basayev, der in Jordanien geborene Al-Qaida-Militante Abu Musab al-Zarqawi sowie die Boston-Marathon-Bomber Dzhokhar und Tamerlan Tsarnaev, ebenfalls tschetschenischer Abstammung.

Kurz gesagt, Kobrin sagte, dass alle offenbar Beziehungsprobleme mit ihren Müttern hatten, die darauf zurückzuführen waren, dass sie Säuglinge waren, was Anthropologen als "Scham-Ehren-Kulturen" bezeichnen.

"Meine Analyse reduziert das abweichende gewalttätige asoziale Verhalten auf seine nackte Wahrheit - ein Problem, das in ihren Seelen vergraben ist, aber früh in der kindlichen Entwicklung auftritt und Amok läuft", sagt Kobrin gegenüber RFE / RL.

"Das Problem ist, dass diese Terroristen aus Scham-Ehren-Kulturen stammen, die per Definition nicht funktionieren", erklärt Kobrin. "Ihr Reservoir an Wut ergibt sich aus Problemen, die in der frühen mütterlichen Bindung in Scham-Ehren-Kulturen verankert sind - der frühen Mutter-Kind-Bindung, der ersten Beziehung im Leben", sagt Kobrin.

Die Boston-Marathon-Bomber Dzhokhar Tsarnaev (im Bild) und sein Bruder Tamerlan wurden in eine Kultur hineingeboren, die Kobrin als Schande-Ehre-Kultur bezeichnet.  

Eine Scham-Ehren-Kultur ist eine Kultur, in der das Streben nach "Ehre" zu einem Streben nach "Gerechtigkeit" durch Gewalt und Rache führen kann, sagen Anthropologen. In Scham-Ehren-Kulturen - wie man sie in Tschetschenien, Afghanistan, Pakistan und im arabischen Nahen Osten findet - wird Scham eingesetzt, um Säuglinge und Kinder zu disziplinieren, erklärt Kobrin.

Säuglinge in Scham-Ehren-Kulturen, sagt sie, werden auch oft wie Gegenstände behandelt und lernen, ihre Gefühle so weit zu unterdrücken, dass innere Wut in ihnen kochen kann. Kobrin sagt, dass Frauen in Scham-Ehren-Kulturen oft auch abgewertet, objektiviert oder sogar körperlich missbraucht werden. "Frauen, die missbraucht werden, werden auch voller Wut", sagt Kobrin und bemerkt, dass unbewusste Reaktionen junger Mütter auf Missbrauch die frühe Entwicklung eines Kindes ernsthaft beeinträchtigen.

Die ersten vier Lebensjahre eines Kindes sind eine entscheidende Zeit, in der die meisten Säuglinge Empathie für andere Menschen entwickeln. Der Mangel an Empathie und die Sorge um die Schmerzen, die Terroristen anderen zufügen, seien "fast schlimmer als die Terroranschläge selbst" . "

Laut Kobrin zeigen islamische Staatsextremisten ein Verhalten voller "Zerstörung, Grausamkeit und Sadismus", das völlig "außerhalb der Grenzen" liegt.  Kobrin sagt, Psychoanalytiker sollten darauf achten, nicht eine ganze Gruppe von Menschen zu "diagnostizieren". Aber sie macht eine Ausnahme im Fall von Al-Qaida- und islamischen Staatsextremisten, "weil ihr Verhalten so unbegrenzt ist", mit "Zerstörung, Grausamkeit, Sadismus und Rache, die zu abscheulichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit führen".

Kobrin sagt auch, dass ein besseres Verständnis der mütterlichen Bindung in Scham-Ehren-Kulturen helfen würde, die Wurzeln terroristischer Gewalt zu verstehen. Sie erklärt, dass Terroristen aus Scham-Ehren-Kulturen zwischen einer unbewussten Wut gegen ihre Mütter und der kulturellen Erwartung hin- und hergerissen sind, dass sie sich nicht von ihren Müttern trennen dürfen. Einerseits ist die Mutter als mächtiges Objekt idealisiert. Ihre Kraft wird aber auch als etwas Giftiges wahrgenommen, das zerstört werden muss, sagt sie. 

"Mütterliche Bindung und Scham spielen eine bedeutende traumatisierende Rolle, da Kinder beschämt werden, sich zu benehmen, was Wut verursacht", sagte sie. "Wenn diese Kinder erwachsen werden, behandeln sie andere als Objekte" und der Zyklus setzt sich fort. "